Kunstwanderweg Kleinbreitenbach

Kunstwanderweg und Kunstsymposium Kleinbreitenbach

Geschichte und Intention des Kunstsymposiums
Die Idee zum Veranstalten eines internationalen Kunstsymposiums entstand 1996 während eines Workshops in der Provence im Kurs „Visuelles Gestalten“ der Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau. Bereits ein Jahr später fand das 1. Internationale Kunstsymposium „Kleine Welt- große Welt“ in Kleinbreitenbach statt.  Zehn Symposien sind bereits Geschichte. Jeweils in der Woche vor dem „Tag des offenen Denkmals“ war das Dorf  Kleinbreitenbach Gastgeber für fünf bis sechs internationale professionelle Künstler. Sie stammen hauptsächlich aus den Partnerregionen Thüringens: der Picardie in Frankreich, der Grafschaft Essex in Großbritannien und aus Krakau in Polen. Darüber hinaus nehmen immer ein bis zwei Thüringer Künstler teil.  Weiterhin waren Künstler aus Algerien, Ägypten, Syrien, der Slowakei, Bulgarien, Rumänien, Uganda, Peru, Österereich, Serbien und Dänemark zu Gast in dem kleinen Dorf. Das Symposium wird in Kooperation der Volkshochschule mit der Kirchgemeinde Kleinbreitenbach organisiert. Schirmherr ist seit 2005 der Minister für Bundes und Europa angelegenheiten und Chef der Thüringer Staatskanzlei Gerold Wucherpfennig. Die professionellen Künstler arbeiten Seite an Seite mit Kursteilnehmern aus den verschiedenen Kursen der Vhs, interessierten Hobbykünstlern,  Schulklassen und den Kindern des Dorfes. Das Nebeneinander von Künstlern und Nichtprofessionellen macht das Besondere dieses Symposiums aus. Die Kunstobjekte der professionellen Künstler fanden und finden ihren dauerhaften Platz in der romanischen Wehrkirche, auf dem Kirchvorplatz, auf dem Friedhof und im Dorf. Vor 6 Jahren wurde begonnen, in der landschaftlich reizvollen Umgebung einen ca. zwei Kilometer langen Kunstwanderweg zu gestalten, der inzwischen über 50 Objekte aus Holz, Metall, Beton und Stein umfasst und sich zu einem Besuchermagnet entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und einheimischen Firmen wird der reibungslose Ablauf der Symposiumswoche garantiert. Die Frauen aus dem Dorf kochen die täglich  ca. 25 Mittagessen und backen Kuchen, die Feuerwehr veranstaltet in jedem Jahr ein Lagerfeuer und Strafgefangene der JVA Ichtershausen sind beim Herstellen der Fundamente für die Kunstwerke beteiligt. Einheimische Firmen sind stets bereits, benötigte Technik zur Verfügung zu stellen. Da ständig Dolmetscher zur Verfügung stehen, ist ein Dialog zwischen den teilnehmenden Künstlern und Interessenten jederzeit möglich. So ist in den letzten Jahren die Akzeptanz für moderne Kunst gestiegen. Jeweils am Sonntag findet ein großes Volksfest mit einem Kunsthandwerkermarkt ,viel Musik, Konzerten, Versorgung und Führungen zu den Kunst objekten statt. Hunderte von Menschen sind in jedem Jahr am Abschlusstag zu Gast in Kleinbreitenbach. Die Einnahmen aus Kuchen- und Getränkeverkauf haben der Kirchgemeinde in den letzten Jahren geholfen, ihre Kirche innen zu sanieren. Über die Jahre hinweg sind stabile und ständig wachsende Beziehungen zu den Partnerregionen Thüringens entstanden. Seit 2006 findet das Symposium  in der ersten Augustwoche statt. Das 14. Internationale Kunstsymposium „Kleine Welt- große Welt“ wird vom 28. Juli bis 3. August 2014 unter dem Thema „Rhythmus“ in Kleinbreitenbach stattfinden.