Gunhild Dittmar (Deutschland)

2000

Stil­le Wesen, men­schen­ähn­lich, aber auch Vö­geln äh­nelnd, sind Aus­drucks­trä­ger für Blei­ben und Fort­ge­hen. Drei der Fi­gu­ren aus Ton, spar­sam mit De­kors cha­rak­te­ri­siert, haben sich zum Ge­spräch ver­sam­melt. Die an­de­ren Wesen ent­fer­nen sich, sie gehen weg. Der Stand­ort an der Fried­hofs­mau­er as­so­zi­iert das end­gül­ti­ge Schei­den lie­ber Men­schen und die Trau­er der Zu­rück­ge­blie­be­nen. Die vo­gel­ähn­li­chen For­men las­sen aber auch Ge­dan­ken an eine Wie­der­kehr zu, so wie der Vo­gel­zug ein ewi­ges Kom­men und Gehen ist. Die Künst­le­rin wurde zu die­ser Ar­beit durch eine Ku­si­ne, die seit Jahr­zehn­ten in Klein­brei­ten­bach lebt und deren Schwes­ter, die in den 50er Jah­ren in die USA aus­wan­der­te, in­spi­riert. „Die, die blei­ben und die, die gehen“, heißt diese Grup­pe.

 

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